Der Zeitdruck für eine Besetzung wächst

Es könnte so einfach sein: Premium-Account oder Talent Manager bei Xing zulegen, Suchmaske öffnen, ein paar Schlagworte eingeben und siehe da, die Longlist mit 100 potentiellen Kandidaten für den zu besetzenden Job steht. Die Realität ist natürlich eine andere.

Mehr Personalberater - Mehr Preis- und Konkurrenzkampf

Die Personalberatung boomt. Im Zuge des signifikant zunehmenden Fachkräftemangel ist der Bedarf an Fachkräften so groß wie nie. Dies schlägt sich auch in der Entwicklung der Anzahl der Personalberater in Deutschland wieder. Während es im Jahr 2008 noch etwa 5400 Personalberater waren, konnten im Jahr 2016 schon etwa 7100 Personalberater gezählt werden. Dies führt unmittelbar dazu, dass der Preis- und Konkurrenzkampf unter den Headhuntern deutlich zunimmt und die Erwartungen der Kunden steigen. Viele Berater versprechen schnelle Erfolge und setzen sich damit selbst unter Druck. Auf Unternehmensseite sinkt das Verständnis für längere Suchzeiten, die aber nötig wären, um nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ zu arbeiten.

Xing als Antwort auf den Zeitdruck

Immer mehr Beratungen sehen aus diesem Dilemma nur einen Ausweg: Xing. Hier kann man in kurzer Zeit sehr viele Kandidaten kontaktieren und muss nicht mehr zum Hörer greifen und versuchen die Kandidaten ans Telefon zu bekommen. Die Konsequenz daraus ist, dass "Massen-Mails" versendet werden, in der Hoffnung, dass man schon ein paar Treffer dabei hat und so schnell ins Gespräch mit interessierten Kandidaten kommt. Dies ist grundsätzlich auch möglich und kann in der Tat viel Zeit sparen, aber das Problem ist, dass inzwischen nahezu jeder auf diese Idee gekommen ist und Kandidaten daher gute von schlechten Ansprachen kaum noch unterscheiden können - oder wollen. Wer jeden Tag einige amüsante und unpassende Anfragen in seinem Postfach hat, bei denen offensichtlich ist, dass der Berater das Profil desjenigen nicht einmal in Ruhe auf die Passung zur Vakanz geprüft hat, der hat auch keine Lust mehr den "guten" Beratern zu antworten. Das Misstrauen der Kandidaten wächst und es stellt sich eine Überempfindlichkeit ein. Es ist daher vielleicht an der Zeit zu alten Tugenden zurückzukehren und den telefonischen Erstkontakt zu rehabilitieren. Dieser darf natürlich nicht genauso wahllos und plump sein wie die Xing-Nachrichten und muss mit höchster Professionalität getätigt werden, denn letztendlich repräsentiert man das Unternehmen, für das man sucht.

Zurück zu alten, bewährten Methoden

In der heutigen Zeit, in der alles immer schneller gehen soll, wäre es gut, wenn man einmal auf die Bremse treten würde, um die Suche nach passenden Kandidaten wieder strukturierter anzugehen. Laut dem Statistik-Portal "statista" verzeichnete Xing 2016 etwa 12,13 Millionen Nutzer in der DACH-Region. Es ist naheliegend, dass man aus diesem Grund niemals alle relevanten Kandidaten über Xing erfassen und kontaktieren kann. Der klassische Telefonident, der tagesaktuelle Informationen bietet, sollte daher wieder mehr in den Fokus rücken, denn am Ende minimiert man diesem Aufwand auch die Anzahl der angesprochenen Kandidaten bei gleichzeitiger Zunahme der Qualität. Auf diese Weise muss man nicht mehr weit über 100 Kandidaten kontaktieren, sondern eben einfach die passendsten.

Wenn auch Sie genug von schlechten Antwortquoten in den sozialen Netzwerken haben und ihre Kunden wieder mit Qualität überzeugen wollen, kontaktieren Sie uns gerne, denn wir beherrschen den klassischen Telefonident und die Direktansprache und sehen diese Methodik, gemeinsam mit einer strukturierten Vorgehensweise mit unserer selbst entwickelten STIER-Formel, als Schlüssel zum Erfolg.