Gibt es überhaupt "leichte" Suchmandate?

Auf dem Headhunter-Markt herrscht ein großer Preiskampf. Immer mehr Beratungen versuchen ihr Glück in der Akquise über erfolgsorientiertes Arbeiten oder über möglichst niedrige Honorare – aber geht diese Rechnung wirklich auf?

In Deutschland haben Unternehmen inzwischen ein echtes Überangebot an möglichen Personalberatungen und es fällt ihnen zunehmend schwerer zu erkennen, auf welchen Dienstleister sie setzen sollten. Insbesondere die Preismodelle variieren signifikant und es stellt sich die Frage, ob teuer mit gut und günstig mit schlecht gleichzusetzen ist. 

Beratungen, die in ihrer Arbeit Wert auf qualitativ hochwertige Prozesse legen, kommen im Preiskampf schnell an ihre Grenzen, denn wer eine wirklich fundierte Marktanalyse durchführt und alle Kanäle der Suche abdecken möchte, betreibt einen großen Aufwand. Das größte Problem ist, dass Unternehmen glauben, dass Positionen im niedrigeren Gehaltssegment auch deutlich weniger Honorar verdienen, aber sind diese Projekte denn wirklich weniger aufwendig?

Niedrigere Positionen erfordern mehr Aufwand

Wer sich nicht nur mit Besetzungen von Führungspositionen beschäftigt hat, weiß, dass gerade die "kleinen" Positionen die schwierigsten sind. Nicht umsonst gibt es immer mehr Beratungen, die unter einer bestimmten Gehaltsgrenze keine Suchmandate aufnehmen. Im Prinzip sind die Positionen ohne Führungsverantwortung die "Königsklasse" des Researchs, denn hier brauchen Sie mehr als eine gut gefüllte Datenbank und einen Premium-Account für die sozialen Netzwerke. "Einfache Arbeiter" finden Sie nicht in jeder Branche über einen erprobten Desksearch, hier müssen Sie viel Arbeit in die Direktsuche und somit den telefonischen Ident investieren. Neben der Identifikation stößt man auf wenig "Headhunter-erfahrene" Kandidaten und zudem auf eine gewisse Wechsel-Lethargie. Während man bei der Besetzung eines Geschäftsführer-Postens eher die Bewerbungen selektieren muss, ist hier Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Ansprachelisten umfassen im unteren Gehaltssegment gut und gerne einmal 200 Kandidaten. 

Die Idee, dass niedrigere Positionen einfacher zu besetzen sind, ist dementsprechend ein fataler Trugschluss. Im gegenwärtigen "War for talents" gibt es keine einfachen Suchen mehr, denn es herrscht ein Überangebot an Jobmöglichkeiten für die Kandidaten, die häufig in der komfortablen Position sind, dass sie sich ihren nächsten Job aussuchen können und wir müssen hoffen, dass wir ihren nächsten Job in unserem Repertoire haben.

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