Kein USP? Keine Besetzung!

Die Arbeit der Personalberater hat sich in den letzten Jahren verändert. Der "War for Talents" stellt nicht nur Unternehmen vor große Herausforderungen, sondern auch die Headhunter. Inzwischen sind es längst nicht mehr nur die "Top-Positionen", die Unternehmen in die Hände von Personalberatern legen, denn der Fachkräftemangel macht selbst die einfachsten Positionen kaum noch besetzbar.

Wandel der Personalberatung

Während sich früher eher große Unternehmen einen Headhunter leisten wollten, kommen heute sogar kleine Handwerksbetriebe in die Personalfalle. Aufträge können immer häufiger nicht mehr angenommen werden, weil schlichtweg das Personal dazu fehlt. Dieser dauerhafte Zustand führt nach und nach zur Verzweiflung.

Immer häufiger wenden sich demnach auch kleinere Unternehmen in ihrer Verzweiflung an die Personalberater und nehmen auch die entsprechenden Kosten in Kauf. Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn gerade diese Unternehmen sind in ihrem Personalwesen beschränkt aufgestellt und haben dementsprechend auch nicht die Mittel für eine eigene Rekrutierung. Eine garantierte Lösung finden aber auch die Experten aus der Personalberatung nicht immer.

Aber wieso, wo man doch als Unternehmen bei den hohen Kosten eine schnelle Besetzung der Vakanz erwarten kann?

Drei Faktoren, um erfolgreich zu besetzen

Unabhängig von der Position, Branche und dem Personalberater gibt es einige Faktoren, die erfüllt sein müssen, um eine Position erfolgreich besetzen zu können. Für viele Entscheider in den Unternehmen ist es auch wichtig, ein Umdenken in der Personalpolitik einzuleiten, denn der Markt hat sich gewandelt. Wir sprechen tagtäglich mit vielen Kandidaten aus den unterschiedlichsten Branchen und haben in den letzten Jahren die Veränderungen auf dem Markt beobachtet und kommen zu dem Schluss, dass drei Faktoren ganz wesentlich sind, um erfolgreich zu sein:

1. USP als Grundvoraussetzung

Bevor man eine Suche startet, sollten bestimmte Kriterien erfüllt sein, um mit einer guten Strategie den Research zu beginnen. Im Mittelpunkt jeder zu besetzenden Position steht diese eine Frage: Wieso sollten sich Kandidaten dazu entschließen ihre Festanstellung bei ihrem jetzigen Arbeitgeber aufzugeben und sich für die Vakanz entscheiden? Was hat der potentielle Arbeitgeber, dass ihn von seinen Mitstreitern abhebt? Der USP ("Unique Selling Point") ist das zentrale Thema in jedem unserer Briefings, denn wer kein Alleinstellungsmerkmal in seiner zu besetzenden Position hat, wird die Nadel im Heuhaufen suchen. Man wird einzig darauf hoffen können, dass es vielleicht aktuell jemanden gibt, der aus unterschiedlichen Gründen sehr unzufrieden ist und deshalb auch bereit ist, seine Position zu verlassen und diese 1:1 in einem anderen Unternehmen auszuführen. Ein gewagtes Unterfangen. Es ist auch die Aufgabe der Personalberater solche USPs in Unternehmen zu finden, denn oftmals sind sich Unternehmen über ihre eigenen Vorteile nicht bewusst oder können sie nicht klar formulieren. Es sind manchmal ganz simple Dinge, wie angebotene flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Optionen oder Kinderbetreuung. Eines ist aber klar: ohne USP, keine Besetzung!

2. Wer bewirbt sich bei wem?

Viele Unternehmen haben die aktuelle Personalsituation in Deutschland noch nicht begriffen und glauben, dass die übermittelten Kandidaten klassische Bewerber sind. Bewerber, die wie früher, Fragen wie "Warum möchten Sie bei uns arbeiten?" beantworten müssen. Die Frage ist inzwischen aber eine andere und das sollte auch in einem Gespräch umgesetzt werden: "Was können wir Ihnen bieten, damit Sie sich für uns entscheiden?" Unternehmen müssen sich bei Kandidaten bewerben und nicht umgekehrt. Kandidaten sind gefragter denn je und können sich aussuchen für wen sie arbeiten wollen und nur diese Einsicht ermöglicht es, gute Kandidaten in einem Gespräch für sich zu gewinnen.

3. Kurze Prozesse

Kandidaten, die in einer Festanstellung sind und keine Notwendigkeit haben sich irgendwo zu bewerben, haben keine Lust auf lange Prozesse. Die Devise "Zeit ist Geld" ist aktueller denn je. Um qualifizierte Kandidaten für sich zu gewinnen, muss man also schnell sein. Keine umständlichen Prozesse, schnelles Handeln und auch kurzfristige Rückmeldungen nach stattgefundenen Gesprächen sind zentral. Wenn sich ein Kandidat erst einmal mit einem Wechsel beschäftigt, ist er insgesamt offener für Ansprachen und es ist keine Seltenheit, dass bei zu langem Warten, andere Jobangebote dazwischenkommen und die dort schneller handelnden Entscheider den Kandidaten gewinnen können.

Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung mit Positionen über alle Branchen und Positionsebenen hinweg und finden Sie gemeinsam mit uns den Schlüssel zur erfolgreichen Besetzung Ihrer Vakanz.